Businessreportage und Eventfotografie in Hamburg: Motive erkennen, Momente festhalten.
Als Hamburger Businessfotograf und Eventfotograf mit unverkennbar reportage-artigem Stil werde ich oft gefragt, wie ich es schaffe, dass meine Fotos spontan und authentisch sind, obwohl es manchmal so wirkt, als hätte ich die Motive geplant? Gegenfrage: Was heißt hier eigentlich „authentische Fotografie“? Ist ein inszeniertes, also „gestelltes“ Foto automatisch weniger glaubwürdig als ein spontaner Schnappschuss? Und: Was unterscheidet eigentlich einen guten Fotografen von einem schlechten?
Beobachten, antizipieren, knipsen – oder: Ich sehe was, was du nicht siehst.
Klar, fotografieren kann heute jeder und in jeder Auflösung – und wer es trotz Smartphone nicht kann, nutzt eben die KI-Fotografie. Die wichtigste Fähigkeit eines guten Fotografen ist aber das Sehen: Situationen zu erkennen, Motive zu erahnen und im richtigen Momente auszulösen. Man kann die Arbeit eines Eventfotografen gut mit der eines Offensivspielers einer Fußballmannschaft vergleichen. Ein guter Stürmer ist immer in Bewegung, jederzeit bereit anzugreifen, er antizipiert Spielsituationen, erkennt seine Chancen und – naja – „knipst“. Ich liebe dieses Wort!
Viele Fotos erfahrener Eventfotografen wurden zwar nicht inszeniert, aber dennoch bewusst vorbereitet. Das Foto (oben) aus einer Fotoreportage über eine Hamburger Grundschule entstand zufällig und ohne Anleitung, ich hatte die beiden Schülerinnen aber schon länger aus dem Augenwinkel im Blick und brachte mich schon einmal unauffällig in eine optimale Position. Als das linke Mädchen dann einen Handstand machte, war ich bereit. Die Bildkomposition war geplant, der kritische Blick des Mädchens rechts war pures Glück. Im sportlichen Sinne: ein forcierter Glückstreffer.
Aufmerksam sein, Zusammenhänge erkennen
Wenn ich ein paar gute Fotos des Vortragenden im Kasten habe, suche ich als Eventfotograf interessante Motive im Auditorium. Da ich dabei auch der Präsentation aufmerksam folge, kann ich Reaktionen und Zusammenhänge erkennen – in diesem Fall entstand ein hurmorvolles Foto eines Zuhörers, der unbewusst die Haltung einer Figur auf der Leinwand spiegelte.
Blitzstart – das Foto vor dem Foto
Bei dem Pre-Opening eines Hamburger Restaurants sollte ich kurz vor dem Event „nur noch mal schnell ein Gruppenfoto“ des Servicepersonals machen. Ich hatte den Blitz gerade erst auf meine Nikon montiert, als sich schon diese sehr fröhliche Kellnerin in Pose warf. Zwischen dem Anschalten der Kamera und diesem Foto vergingen maximal zwei Sekunden – spontaner geht's nicht.
Inszeniertes Fotos oder spontaner Schnappschuss?
Auch in der Businessfotografie stehen „inszenierte Fotos“ und „spontane Schnappschüsse“ für mich nicht im Widerspruch zueinander – im Gegenteil: Sie ergänzen sich. Ein guter Fotograf gestaltet Situationen oft bewusst über die Wahl von Perspektive, Bildausschnitt und Umgebung so, dass das Bild selbst wie eine Bühne wirkt, auf der eine mögliche Handlung stattfinden kann. Dadurch entsteht ein Rahmen, in dem echte, ungeplante Momente entstehen dürfen. Entscheidend ist dabei die Aufmerksamkeit des Fotografen: Er oder sie muss bereit sein, genau diese authentischen Aktionen im richtigen Augenblick einzufangen und in ein stimmiges, wirkungsvolles Bild zu übersetzen.
Spontane Situation im inszenierten Foto
Bei der Inszenierung dieser Autofotografie des Changan S05 beim „Changan Winter Testdrive“ in Österreich fiel mir ein paar Skilangläufer auf, die sich im Hintergrund die Skier anzogen. Ich ahnte, dass sich hier ein interessantes Fotomotiv anbahnte, blieb am Drücker und wartete ab.
Dass dieser kleine Skiläufer dann aus meiner Perspektive genau auf dem Autodach fuhr, war ein komischer Zufall.
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